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Glossar   zum Eintaktmotor

01g  Absperrwalze
auch als Absperrteil oder Absperrläufer  bezeichnet gehört nicht zum Leistungsteil wie der Drehkolben. Bezeichnend ist,  auf die Absperrwalze wird  kein Drehmoment ausgeübt.
Die Ausnahme: Bei der Eintakt-Direktladung, wirkt die Explosion kurzzeitig in die entgegengesetzte Drehrichtung, wird aber über die Synchron- Zahnräder gleichgerichtet.

1g  Adiabat
ist ein theoretischer Wärmevorgang ohne Wärme- Zu- und Abfuhr. Die Explosion und Expansion  im wärmeisolierten Eintaktmotor kommt durch sehr kleine Gemischportionen zustande, die Fuktions und Reaktionszeit ist deshalb sehr kurz, so dass man von einem fast adiabatischen Vorgang sprechen kann.
Bei der Verbrennung im Ottomotor, wird mit der Flammfront der  Wärmeverlust ausgeglichen. Diesen Vorgang bezeichnet man  fälschlich auch als adiabat, was aber in Wirklichkeit einer Energieverschwendung gleichkommt.
                                         
2g   Automatische Abdichtung
Ist eine Drehkolbenabdichtung ohne Dichtleisten,  die den  Abbrand im Kolbenraum kontinuierlich zum Abdichten benutzt. Beim Eintaktmotor wird diese negative Eigenschaft vorteilhaft genutzt, indem durch den Abbrand Spalttoleranzen automatisch ausgeglichen werden. (Siehe auch unter Selbstreinigung)
                                                                     
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

2g1   Adiabatischer Motor
Der wärmeisolierte Zylinder, die Brennkammer war einmal die große Hoffnung den Wirkungsgrad zu verbessern. Theoretische Berechnungen besonders bei Verbrennungsmotoren versprachen einen höheren Wirkungsgrad.
Man versuchte es über Jahre mit Dieselmotoren, der Erfolg blieb aber aus. Keramikauskleidungen und sonstige Wärmeisolierungen brachten die erhoffte Verbesserung des Wirkungsgrades nicht.
Das wird heute noch argumentativ angeführt, wenn das Thema wärmeisolierter Motor behandelt wird.

                                                                               B

3g   Basistemperatur
Ist die Zylinderwandtemperatur bei der Explosionsverbrennung in einem Zylinder und hohen Wandtemperaturen. D.h. Temperaturen zwischen 200°C und 800°C.
Aufrechterhalten wird diese Temperatur durch Wärmeisolierung des Motors, und die Glühschicht der Zylinderwand.
hier gehen die Wärmeverluste gegen Null.
Beim Ottomotor  beträgt diese Temperatur ca.85° C  bis 100°C und wird über den Kühler konstantgehalten. Die Wärmeverluste betragen ca. 30%.

3.1g
Basis Gasdruck
Der Basis-Gasdruck  bezieht sich auf den Eintakt Heißgasmotor (im Ruhestand), der auch im Betrieb konstant bleibt. der konstanten Luft oder Gasdruck   darf ggf. hoch verdichtet sein, denn verdichtete Luft oder Gas kann hoch aufgeheizt größere Wärmemengen speichern.
Der Eintakt Heißgasmotor ist vom Aufbau geeignet ggf.mit einem Basisdruck bis 100 bar betrieben zu werden. Der Basisdruck kann durch eine Druckgasflasche oder einen kleinen Hochdruckkompressor  aufrechtgehalten werden.

4g 
Berührungslosigkeit
ist ein Konstruktionsprinzip, durch das bei radial kleinster Spielpassung, Drehkörper im Eintaktmotor ohne Wandberührung, trocken ölfrei- und verschleißfrei gegeneinander drehen und arbeiten können. Das Maß für den Motorverschleiß ist der Lager und Zahnradverschleiß. Das System ist selbstheilend, d.h. selbst im glühen heißen Brennraum übernimmt der kontinuierliche Abbrand das Abdichten.

5g
Biokraftstoffe
sind nachwachsende und damit regenerierbare Energieträger - (Kraftstoffe) wie Holz, Ölpflanzen, Wasserkraft und Luft usw. Wird der Verbrauch durch den Eintaktmotor halbiert oder gedrittelt, können diese Kraftstoffe zu   Hauptenergieträgern werden.
Die Definition: Biokraftstoffe sind Energieträger die nach dem Verbrauch bzw. der Energieabgabe  die Masse (Gewicht) der Erde nicht verändern.Sie regenerieren immer auf den alten Stand zurück.
Primärkraftstoffe stehen uns nur begrenzt zur Verfügung, es sind Energieträger, die nach der Ausbeutung die Masse der Erde unwiederbringlich reduzieren und gegen Null laufen.

6g
Bypass
ist ein Verbindungskanal mit Absperrventil;  im  Eintaktverdichter zum   Ansaugkanal.
Bei geschlossenen Ventil, wird die maximale Frischluftmenge geladen, die mindestens 50% höher Liegt als das Volumen des Arbeitskolbens. Wird das Bypassventil geöffnet oder geschlossen, so kann Frischluft, - Gemischladedruck und Lademenge beeinflußt werden, ohne das Gemischverluste entstehen. Regelverluste und Verdichter-Schlupfverluste werden mit jedem nachfolgendem Verdichterhub der Explosionsverbrennung zugeführt. Die Kraftstoffzuführung wird über eine Sonde überwacht. Bei Beschleunigungsanreicherung  bleibt die stöchiometrische Einstellung   erhalten, denn die Luft wird in diesem Falle dem Kraftstoff zudosiert, nicht aber wie beim Ottomotor der Kraftstoff einem unveränderten Luftvolumen.


C
6_1g
Carnot- Kreisprozeß ist ein Vergleichsprozeß bei einer Verbrennungskraftmaschine, war ursprünglich für die Dampfmaschine angewendet, danach auch auf die innere Verbrennung ausgedehnt worden, um den theoretisch erreichbaren Wirkungsgrad feststellen zu können.
Für eine Erhöhung des Wirkungsgrades bei einer Verbrennungskraftmaschine mit innerer Verbrennung wurde schon  früher erwogen, die Zylinderwand zu isolieren und den Zylinderboden wechselweise zu isolieren oder sich erwärmen zu lassen, um den Carnot- Prozeß zu realisieren. 

7g
CH -Emissionen
siehe unter HC

8g 
CO Verbrennung
ist eine Verbesserung der Verbrennung von Kohlenmonoxid- CO, im Eintaktmotor geschieht dies durch die unbegrenzt hohe Verbrennungstemperatur, die weit über der Zündtemperatur von CO mit 605° C liegt. (Dieselkraftstoff 220° C). Eine Verbesserung wird dadurch erreicht, indem die Viertaktgemischmenge in acht bis sechzehnmal kleinere Gemischmengen bei einer doppelt so hohen Temperatur ausbrennen können. Dadurch werden CO und auch feste Rußpartikel sauber mitverbrannt.(Kohlestaubzugabe zur Ansaugluft ist Möglich!)

9g
CO2
Ein hoher Anteil von Kohlendioxid ist beim Verbrennen von Kohlenwasserstoffen ein Zeichen einer guten Verbrennung, die in jedem Falle anzustreben ist. Deshalb ist nur über einen hohen Wirkungsgrad CO2 zu reduzieren, also nur durch Brennstoffeinsparung, das wird im Eintaktmotor bei gedritteltem Verbrauch und bei gleicher Leistung angestrebt.

                                                                        D

10g
Direktladung
ist die Eintaktladung ohne Zwischenspeicher. Der Verdichterflügel  ladet direkt ohne Zwischenspeichern über ein Rückschlagventil in den Explosionsraum, nachdem der Motorflügel den Laderaum freigegeben hat.Diese Methode ist für niedrige Motordrehzahlen gut geeignet.
Die Ventilscheibenladung erfolgt durch ein Überstreichen der Ladeöffnung über einem offenen Segment auf der Verdichterseite zur Verlängerung der Ladezeit und ist deshalb für höhere Drehzahlen besser geeignet.

11g 
Doppelzündkerzen
Die Verwendung von Doppelzündkerzen ist eine zweckmäßige Anordnung von zwei Zündkerzen im Eintakt- Segmentzylinder, bei denen der Zündfunken zeitverschoben erfolgt. Das entspricht dann einem Dauerzündfunken. Da der Ladezeitpunkt gleich beim Zündzeitpunkt ist, wird auf diese Weise eine komplizierte Zündsteuerung eingespart.Doppelzündkerzen sind besonders für die niedrigverdichtete Dieselölnebel-Zündung bei 2 bar geeignet. In diesem Falle wird die Zündspannung und auch Die Zündkerzen-Ausführung verstärkt.
In Verbindung mit der Überschall-Ladung und der Glühwandtechnologie sichert diese Zündkerzenanordnung eine zuverlässige Zündung zum Ladezeitpunkt.

12g 
Drehflügelverbreiterung
im Verdichter bewirkt, dass das Schöpfvolumen größer wird, wie das Motor Arbeitsvolumen ist. Das erzielt man durch die Drehflügelverbreiterung. Die Nutzung dieses Vorteils komm einem zusätzlichen Lader gleich. Schlupfverluste am dichtungslosen Drehkolben werden damit ausgeglichen. Die Grundeinstellung des Schöpfvolumens liegt ca., 50%, und höher über dem Arbeitshubvolumen. Das ist eine Besonderheit des Eintaktmotors, die Luft wird immer ausreichend dem Kraftstoff zudosiert.

13g 
Drehkolben
ist eine mit einem oder mehreren Flügeln ausgestattete Radnabe, die im Falle des Eintaktmotors ohne Dichtleisten arbeitet. Der besondere Vorzug der Konstruktion, die Explosionskraft stützt sich  gegen die Sperrwalzen - ohne Totpunktstillstand ab, so dass der   Druck sehr effektiv, mit nachfolgender Expansion und ohne Flammfront in Arbeit umsetzt wird. Dies ist ein Vorzug des Eintaktmotors ! Beim wärmeisolierten Motor besteht Nabe und  Drehflügel aus hitzebeständigem dünnwandigem Rohr oder aus Keramik.. Siehe: <Wärmeisolierter Motor>

14g 
Drehmomentanpassung
wird
beim Eintaktmotor möglich, weil sich mit sinkender Drehzahl die Ladung verbessert, und so das Drehmoment bei einem relativ hohen Wirkungsgrad konstant hält..
Das ist bisher bei Verbrennungsmotoren nicht der Fall. Das Drehmoment d wird durch ein Getriebe (Drehmomentwandler) annähernd konstantgehalten.  
Der Eintaktmotor macht es direkt möglich, weil der Wirkungsgrad bei niedriger Drehzahl nur unwesentlich abfällt.
Ein Getriebe kann bis auf zwei Gänge vereinfacht werden.

15g 
Drehventilscheiben
sind seitlich am Arbeitskolben, selten am Verdichterkolben angebrachte Drehschieber-Ventilscheiben mit jeweils zwei Ladebohrungen, die sich über ein Ladesegment bewegen und so eine beiderseitig exakte Ladung im Arbeitszylinder bewirken. Das Ladesegment verlängert die Ladezeit. Die beiden Ladebohrungen die gegenüberliegend angeordnet sind bewirken eine mit Überschall zusammenprallende Ladung.
Bei einer direkten Ladung können diese Drehventilscheiben entfallen und Rückschlag- Federventile übernehmen die Funktion Abhängig vom  Verdichtungsdruck.

                                                                                 E

16g 
Elektroautomobil
ist das auf Dauer das umweltschädigendste und uneffektivste Fahrzeug,  wenn die Sekundärenergie Strom, nicht aus Wasserkraft, Wind und Sonnenenergie stammt.
Teuere Stromenergie über Kohle Erdöl Erdgas oder als <Atomstrom> erzeugt, ist folgenschwere Sekundärenergie und sollte deshalb nicht kritiklos akzeptiert werden.

17g 
Eintaktverfahren

das Eintaktverfahren ist dem Prozeß der Expansionsdampmaschine ähnlich. Der Eintaktmotor kennt nur Arbeitshübe acht innerhalb von zwei Ottomotor-Umdrehungen. Die anderen Vorgänge wurden wurden ausgelagert, dafür aber der Expansionsvorgang ohne Wärmezufuhr dazu genommen.


18g

Eintaktverdichter
Ist ein Drehflügelverdichter ohne Dichtleisten, der ein bis zu 100% größeres Schöpfvolumen wie die Motorzelle haben kann und so die Schlupfverluste ausgleicht und genügend Frischluftreserve schafft. Der Verdichter ist gleichzeitig Kraftstoffaufbereitung und besitzt selbstregelnde Eigenschaften, denn bei sinkender Drehzahl, sinkt automatisch auch der Ladedruck. Das ist gleichbedeutend mit Einsparung von Verdichtungsenergie, ohne Wirkungsgradverschlechterung.

19g 
Energieentstehungspfad
Bezeichnet den Weg der Energiegrundstoffe - bevor diese zur Anwendung kommen. Bei dieser Methode die innere Leistung des Energieträgers zu bestimmen, addiert Aufbereitungsvorgang zu Aufbereitungsvorgang, bzw. multipliziert sich die Effizienz. Z.B. Erdöl über die Raffinerie >zu Benzin > Dieselöl > Superkraftstoff usw. Bei Wasserstoff, durch Zerlegung von Wasser durch Elektrolyse > zu Wasserstoff + Sauerstoff usw. oder Wasserstoff durch Atomstrom gewonnen, oder aus Erdgas und Erdöl, ist daher nicht nur ökologisch, sondern ist auch ökonomisch der bedenklichste und unwirtschaftlichte Weg.
Bei der  Atomenergie muß man Strahlung und Wärmeabgabe einbeziehen, die den Energieentstehungspfad und damit den Wirkungsgrad bei der Nutzung verfälscht.
Die Ausnahme macht der  Wasserstoff nur dann wenn dieser  über Solar- Wind-, Wasserkraft - Geothermie oder Gezeitenkraftwerke usw. gewonnen wird.

20g 
Enthalpie
ist der Wärmeinhalt in Körpern oder Gasen enthaltene Wärmemenge (Wärmekapazität) die zum Erwärmen um 1° C erforderlich ist. Beim Eintaktmotor ist die Enthalpie(Wärmeinhalt) bei den kleinen Explosionsportionen zu berücksichtigen.
Die Enthalpie  würde aber eine größere Bedeutung bekommen, wenn bei der Verbrennung Kraftstoff-Wasseremulsionen, Wasserdampf von hoher Temperatur bei der Expansion mitwirkt.
Diese Tendenz ist bei Bioöl-Wasseremulsionen und langsam laufenden Großmotoren eine interessante Entwicklungsrichtung.
Naheliegend beim wärmeisolierten Eintaktmotor durch die Heißkammer.

21g 
Entropie (Differenz)
Die Entropie wird im T - s Diagramm mit s bezeichnet und ist eine Zustandsgröße gegenüber der absoluten Temperatur (273° K). Darstellung :


Wenn die Entropiedifferenz zwischen Wärmeaufnahme und Wärmeabgabe verringert wird, wird mehr Wärme für die Arbeit frei. Sinkt die Differenz auf Umgebungstemperatur ist keine Arbeit möglich.
Das ergibt einen Vorteil bei der "Eintakt - Heißgasladung"  Kleine Wärmemengen und hohe Temperatur,sind eine ideale thermodynamische Voraussetzung für den Eintaktmotor auf einen hohen Wirkungsgrad zu kommen. Das gilt auch für den Eintakt-Heißgasmotor.

22g 
Erklärungsnotstand   Erklärungsdeffizit
Ist eine Situation die durch eine neue Innovationen entsteht, bei der Vergleiche zum vorhanden Stand der Technik fehlen. Nicht nur die allein, es fehlen die geeigneten Vokabeln zu neuen Begriffen. Z.B.Explosionsverbrennung, Segmenthub, Wendewechsel, V-A-V Motor , A-V-A Motor,Platzpatronenprinzip, Zusammenprallladung, Glühschicht, Abrandabdichtung, Dünnwandkonstruktion, rekuperative Lufterwärmung, usw. um einige zu nennen.
Beim Eintaktmotor ist dies der Fall, weil dieser Motor nicht als Turbine, noch als ein modifizierter Zweitaktmotor eingestuft werden kann. - Das ergibt einen echten Erklärungsnotstand, der durch die Ausarbeitungen zum Eintaktmotor behoben werden sollen !

23g 
Expansion (verbrennungslose)
ist die nach der Eintaktexplosionsverbrennung einsetzende  Expansion ohne Wärmezufuhr, - übergangslos in Drehrichtung wirkend, trägt zur Verbesserung vom Wirkungsgrad bei. Die Expansion ist nur dann wirklich, wenn sie ohne weitere Energiezuführung erfolgt. Dieser Vorgang kann im Eintaktmotor erstmalig genutzt werden, denn die geringere Arbeit pro Hub wird durch die acht Hübe innerhalb der Viertaktzeit ausgeglichen. (Viertakt nur ein Hub auf zwei Umdrehungen)

24g  Explosion
ist ein irrtümlich für den Kolbenmotor angenommener Verbrennungsvorgang, der durch eine Flammfront, durch Wärmezufuhr,  den Expansionsdruck bis zum unteren Totpunkt aufrechterhält.
Die schlagartige  Wärmezufuhr am oberen Totpunkt nennt man Klopfen und ist zu vermeiden.

24.1g
Explosionsverbrennung
nennt man den Verbrennungsablauf im Eintaktmotor der gepuffert einsetzt (Platzpatronenprinzip) und mit zunehmender Motordrehzahl  sich kompensiert, wenn die Explosionsgeschwindigkeit sich der Umfangsgeschwindigkeit der (Kolbengeschwindigkeit) nähert. Deshalb ist eine Temperaturbegrenzung und die Klopfgefahr ausgeschlossen.

25g   Explosionsdruck
Ist der Druck den eine Explosion verursacht. Der Druck entspricht der in einer Zeiteinheit freigesetzten Wärme. Ist diese Zeit lang, Flammfront, spricht man von einer Verbrennung. Für ein unverdichtetes Gas aus Wasserstoff + Sauerstoff liegt der  Explosionsdruck bei ca. 20 bar. Mit steigender Verdichtung, wie bei der Diesel-Luftexplosion (ohne reinen Sauerstoff), wird durch eine mäßige Verdichtung auf 5 bar, wird auch ein Explosionsdruck von ca.15 - 20 bar Nettodruck erreicht, der abzüglich dem Verdichtungsdruck als Mitteldruck von 8,5 bar übrig bleibt. Auch  Deshalb wird bei der Eintaktexplosion die niedrige Verdichtung vorgezogen.

                                                                              F

26g 
Flammfront
ist eine relativ langsame Verbrennung bei Hubkolbenmotoren, die ab dem oberen Totpunkt bis zum unteren Totpunkt durchbrennt. Dies geschieht, um Temperatur, (Druck), aufrechtzuerhalten der durch den gekühlten Zylinder verloren geht. Dabei brennen die unverbrannten Restgase energieverschwendend noch in den Abgaskanal hinein.
Dieser Zustand gehört mit zum Problem Nr.1 bei der Viertaktverbrennung, bei der die Hubzeit nicht zu einer sauberen Verbrennung ausreicht.Die Hubzeit wird durch die Vorzündung beeinflußt Die Arbeit wird mitten aus dieser Flamme geholt.  
Deshalb wurde beim Eintaktmotor die Flammfront gegen mehrere kleine Explosionsverbrennungen mit nachfolgender Expansion gewechselt.

27.1  
Funktionsmuster
sind kleine aber oft 1 :1 Modelle der Motorelememte die unter praxisnahen Bedingungen betrieben werden, die aber oft aus Vereinfachungsgründen elektrisch aufgeheizt werden um Motorbedingungen zu schaffen. Die Aussagekraft ist so zuverlässig, dass eine spätere Nachprüfung dies sehr oft als richtig  bestätigt.

27g  
Funktionszellenanordnung
nennt man die Reihenfolge der Eintakt - Motorzellen. Beispielsweise, liegt die Motorzelle in der Mitte und die beiden Verdichterzellen seitlich davon, schafft der Motor innerhalb von zwei Umdrehungen acht Arbeitshübe. Liegt der Verdichter in der Mitte und die vier Motorzellen seitlich, schafft der Motor sogar sechzehn Arbeitshübe innerhalb zwei Umdrehungen

                                                                                  G

28g  Gaswechsel
Ist ein Vorgang bei dem in einem gemeinsamen Arbeitszylinder Brenngase ausgeschoben werden, und Frischgase zugeführt werden. Der Vorgang ist im Ottomotor an Totpunkte gebunden.
Diese Maßnahme trifft auf den Eintaktablauf, Ansaugen Einspritzen Gemischbildung Verdichten und Laden nicht zu. Diese Vorgänge erfolgen gleichzeitig in einem separaten Verdichter und in der Kaltzone des Motors. Der Arbeitshub wird damit nicht belastet. Die eingesparte Zeit kommt der Expansion zugute.
Die Kolben durcheilen ohne Richtungswechsel die Wendepunkte.
Ein Merkmal des Eintaktmotors: Totpunkte und der Gaswechsel fehlen.

29g 
Gemischverdichtung
ist ein notwendiger Vorgang damit die Zündsicherheit gewährleistet wird. In einem vorherbestimmten Luftvolumen, das verkleinert wird, ändert sich der Sauerstoffanteil von 20% nicht,und auch nicht der Anteil von Stickstoff der sich bei der Verbrennung neutral verhält. Eine Verbrennungs- oder Explosionsleistung pro Hub ist immer vom Sauerstoffanteil abhängig. Eine zu hohe Gemischverdichtung ist Energievernichtung. Es ist die Kraft die nötig ist, Kraftstoff und Sauerstoff zusammenzurücken Dies wird bei der Eintakt Ladung durch die hohe Ladegeschwindigleit, die heiße Zylinderwand, durch natürlich und künstlich geschaffene Glutnester durch Doppel-Hochleistungszündkerzen berücksichtigt. Auch der Ladedruck zwischen 2 und 5 bar darf dabei nicht ganz unberücksichtigt bleiben.

30g
Glühschichttechnologie
Darunter versteht man die Erzeugung von Glühschichten an den Innenflächen von Zylindern und Drehkörpern durch poröse und ggf. metallbeschichtete technische Keramik. Eine andere Technologie beruht auf die metallische Dünnbauweise die als Konstruktionskörper glühen. Thermodynamisch wirkt sich dies wie eine Anhebung der Außentemperatur (T4) aus. Die durch den hohen Wirkungsgrad bedingte sehr geringe Restwärme hält praktisch die Rotglut, die Betriebstemperatur so lange aufrecht, so lange der Motor in Betrieb ist und verbraucht durch die Wärmeisolierung keine zusätzliche Wärmeenergie.Siehe <Thermischer Wirkungsgrad>.

30g1
Glühgeweberinge
sind Geweberinge aus Katatysatormetall, die im Explosionsraum um die Zündkerzen eingebracht werden, um den Effekt der Dauerzündung zu verstärken.
Glühgewebenester, oder Ringe mit Zündkerze  können gegenüber den Einströmkanälen (Ladekanälen) bei einseitiger Ladung angebracht werden.                                                                             

H

31g  HC-Emissionen
( gleich CH) sind Kohlenwasserstoff - Emissionen, die bei der Verbrennung in Ottomotoren anfallen. Es sind unverbrannte  Kraftstoffreste, die wegen zu niedriger Zündtemperatur oder wegen zu kurzer Verbrennungszeit nicht sauber verbrennen konnten..
Bei der Eintaktexplosion, der sehr kleinen Portionen, werden durch die hohe Explosionstemperatur in Verbindung mit den hohen Wandtemperaturen auch mögliche Kraftstoffreste mitverbrannt. Weil eine derartige Verbrennung einer kleinen Gemischportion in der unverändert gleichen Zeit einer Viertaktverbrennung abläuft, kommt dies indirekt einer Verbrennungszeitverlängerung gleich.

32g   Heiße Motorzelle
nennt man einen wärmeisolierten Motorzylinder bei dem sich nur die Zylinderwand auf   200°C, bis maximal auf 800°C erwärmen kann. Dies ist möglich weil beim Eintaktmotor in einem derartigen Zylinder nicht verdichtet, sondern nur explosionsverbrannt wird. Dies erreicht man konstruktiv durch poröse technische Keramiken, Beschichtungen, oder sehr dünnwandige Konstruktionen von Zylinder und Drehkörper aus hochhitzebeständigen Metallegierungen. 

33g   Hubraumleistung
wird auch spez. Leistung genannt, ist eine Vergleichsgröße für Hubkolbenmotore aber auch für den Eintaktmotor oder die Impulsradialturbine. Dabei wird die Leistung in kW auf ein Liter Hubvolumen bezogen. Otto-Viertaktmotor 25-70 KW/l, Diesel 20-40 KW/l, Schiffsdiesel Kraftwerke 1,5 - 2,2 KW/l , Wankelmotor 25 -45 KW/l. Der Eintaktmotor  Hubraumleistung mit 225KW/l. Dieser hohe Wert kommt durch die unbehinderte Explosionsverbrennung, mit nachfolgender Expansion,  die Wärmeisolierung und ggf. durch die rekuperative Vorwärmung der verdichteten Luft zustande. Die Doppelnutzung der Segmentzylinder verstärkt dieses Ergebnis, so dass man auf diesen unwahrscheinlich hohen Wert von 225 kW/l kommt..

                                                                                       I - J

34g  Isobar
ist ein Arbeitsvorgang bei einem Kolben der bei gleichem Druck abläuft. Beim Eintaktmotor setzt sich die isobare Einwirkzeit aus Explosion und Expansion zusammen, wobei durch die kurze aber sehr kräftige isobare Einwirkzeit  auf den Drehkolben bereits die ganze freigesetzte Energie auf den Kolben übertragen wird. Der Auspuffvorgang erfolgt annähernd isochor bei einer relativ niedriger  Resttemperatur.
Die kurze "beinahe" isobare Expansion erfolgt bei hoher Temperatur und hohem Druck, aber sehr kurzzeitig, so dass  CO – HC und auch C (Ruß) noch mitverbrennen. Für die NO -Reaktion bleibt kaum genügend Zeit, so dass die Werte unter einem gesetzlich zulässigen Grenzwert bleiben.

35g 
Isochor ein Arbeitsvorgang eines Kolbens bei gleichem Volumen. Beim Eintaktmotor ist es die Explosionsverbrennung die annähernd isochor erfolgt und kaum Arbeit leistet danach kommt die annähernd isobare Arbeitsleistung und am Ende das annähernd isochore Auspuffen.

36g 
Isotherm ein Arbeitsvorgang eines Kolbens bei gleicher Temperatur. Übertragen auf den Eintaktmotor ist es die Explosionsverbrennung, die am Scheitelpunkt, nach erreichen der Höchsttemperatur schlagartig beendet wir

36_1g
Isentrope  ist eine reversible Adiabate, d.h. eine Verdichtung die durch fehlende Wärmeabfuhr in die Usprungslage                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  

37g 
Impulsexplosion (Explosionsverbrennung)
ist eine drehzahlabhängige Explosion, die nur durch den Eintaktgaswechsel zur Arbeitsleistung herangezogen werden kann, indem der Explosionsimpuls in die Umfangsdrehung hinein explodiert und übergangslos in die Expansion ohne Wärmezufuhr übergeht.
Eine hohe Drehzahl erzeugt ein niedriges Drehmoment und in Reihe eine hohe Leistung.
Eine niedrige Drehzahl erzeugt ein hohes Drehmoment und in Reihe eine gleich hohe Leistung
bei einem hohen Wirkungsgrad.
Diese Eigenschaft macht den Motor elastisch.

38g  Impulsradialturbine
Ist ein funktionsgleicher Eintaktmotor nur unter einer andere Bezeichnung. Es ist eine andere Art von Turbine, die nicht die strömenden Verbrennungsgase über die Drehzahl zur Leistugserzeugung nutzt, sondern die bei niedriger Drehzahl über Explosionsimpulse, eine hohes Drehmoment und damit eine hohe Leistung bei einem optimalen Wirkungsgrad erzielt.

                                                                                K

39g  Kolbengeschwindigkeit

ist beim Viertakthub die mittlere Geschwindigkeit, die sich von Null Anfangsgeschwindigkeit mit zunehmender Geschwindigkeit auf Null Endgeschwingigkeit zwischen den Totpunkten hin bewegt.
Die Eintakt- Kolbengeschwindigkeit hingegen, ist die kontinuierliche Umfangsgeschwindigkeit  gleichmäßig über den gesamten Kolbenweg den Segmenthub durcheilt. Hub und Wendepunkte werden  gleichmäßig mit ca. 6 m/s durcheilt.

 

40g 
Korrektur des thermischen   Wirkungsgrades durch T1 und T4

ist beim wärmeisolierten Eintaktmotor nötig, um die günstigsten Temperaturen der Wandflächen zu erkennen.

T1 = die Verdichtungstemperatur und      T2 = die Gastemperatur nach der Explosion ist,                                

T3 = die Auspufftemperatur,                    T4 = die Außentemperatur,(Zylindertemperatur)

ist die korrigierte Zusammenstellung siege dazu auch die Tabelle

         

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Tabelle 11

Betriebstemperatur
(Zylinderwandtemperatur theoretisch durch die Oberflächenglut)

T1 = die Verdichtungstemperatur und
T2 = die Gastemperatur nach der Explosion ist,
T3 = die Auspufftemperatur,
T4 = die Außentemperatur,

Die korrigierte Zusammenstellung

T1

T4 (in °C)

T3 973K (700°C)

T3 623K (350°C)

Bemerkungen

   

Wirkungsgrad

Wirkungsgrad

 

393 K

20°C

22%

31%

 

353 K

80 °C

29%

69%

 

373 K

100°C

31%

71%

 

423 K

150°C

37%

77%

 
         

473 K

200°C

43%

82%

Ausreichend

523 K

250°C

48%

88%

 

573 K

300°C

54%

94%

 

773 K

500°C

77%

100%

empfehlenswert*

         

873K

600°C

88%

X

 

973K

700°C

100%

X

 

1073K

800°C

X

X

 

* 100% werden nie erreicht - anzustreben ist wegen der verbesserten Zündwilligkeit und den unterschiedlichen Kraftstoffen  500°C wenn technisch möglich auch max.800°C

Siehe dazu auch <Erwärmungsaufwand> zur Oberflächenglut

41g 
Kraftstoffanreicherung
ist ist eine im Leerlauf oder bei Vollast benötigte überzogene Energiezufuhr durch fettes Gemisch, die sowohl beim Vier- wie auch beim Eintaktgaswechsel gültig ist. Beim Viertaktgaswechsel wird zu einer max. Unveränderlichen Luftmenge der Kraftstoff zugemessen.
Beim Eintaktgaswechsel wird die Luftmenge der leistungsbezogenen Kraftstoffmenge zugemessen, was eine saubere Verbrennung gewährleistet, denn nie ist die zur Verfügung stehende Frischluftmenge mangelhaft.

42g  Kraftstoffeigenart (Kraftstoffchemie)
Zur Kraftstoffeigenart gehört die natürliche explosionsartige Zünd- und Verbrennungswilligkeit, die je nach Charakter der Kraftstoffe, möglichst ungebremst mit Höchstemperatur den Kraftstoff verbrennen oder explodieren lassen will.
Im Otto- Kolbenmotor wird diese Willigkeit verhindert damit es zu keinen Klopferscheinungen kommt. Dies wird durch Zusätze, fettes Gemisch, niedrige Verdichtung bis zur Abgasrückführung erreicht.
Die Ottomotorenentwicklung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffchemie einen großen Anteil bei der allgemeinen Entwicklung belegt. Die Technik hat eigentlich bisher nur Hub und Verdichtung und Zylinderanordnung variiert.
Im Eintaktmotor hingegen darf der Kraftstoff seiner Eigenart entsprechend, explosionsartig verbrennen.

43g   
Kraftstoffverbrauch
Dem Kraftstoffverbrauch ist der in Liter/ pro Stunde gemessene Kraftstoffverbrauch unter Belastung von 10% am Prüfstand* gemessen. Hier muß man unterscheiden unter Bestleistung - aus Drehzahl und Drehmoment und Wirkleistung aus Leistung und Wirkungsgrad ( gemessen in der Regel bei 10% Belastung).
Am Prüfstand werden bei einer bestimmten Drehzahl und und einem bestimmten Drehmoment die Leistung, in KW ermittelt. und wird als Vergleichsgröße in gr/KW angegeben.

Z.B: Ist ein Verbrauch zu erwarten beim  Viertakt Ottomotor 300 - 350 gr/KW. Für den  Eintaktmotor sind es nur      120 - 160gr/KW ggf. auch weniger.
Angaben die sich auf hundert Fahr- Kilometer beziehen sind nicht so aussagekräftig wie die Prüfstandmessung.

43.1g
Kreiskolbenhub
ist der Hub eines einflügligen Drehkolbens der zwar den kreisförmigen Zylinder nicht doppelt nutzen kann, aber dafür
den 360° Kreis als Hub auf 315° nutzt.

44g  Kreisprozeß
Der Kreisprozeß ist eine  theoretische Festlegung der Wirkungsweise von Wärmekraftmaschinen.
Siehe dazu für den Eintaktmotor <Prozesse>

                                                                                L

45g   Labyrinth
ist eine bei Strömungsmaschinen übliche dichtungs- und berührungslose Strömungssperre, die auch beim Eintaktmotor zusätzlich zur Anwendung kommen kann.

46g  Ladevolumen
ist das Gemischvolumen, das durch einen Ladekanal einschießt. Beim Eintaktmotor wird pro halbe Umdrehung durch vier Ladekanäle und 5bar geladen. Das einzelne Ladevolumen belegt ca. 1/4 bis 1/3 des Gesamthubes, - ist aber nicht mit dem Verdichtungraum, wie man es beim Kolben gewöhnt ist vergleichbar.
Die Gemisch-Lademenge ist auf die Leistung bezogen bei zwei Motorumdrehungen pro Eintaktladekanal sechzehn Mal kleiner wie beim leistungsgleichen Ottomotor.

47g   Ladezeitpunkt
Der Eintakt- Ladezeitpunkt und Zündzeitpunkt liegen zusammen. Die Verzögerung zwischen Laden > Zünden und Ventil schließen kann unberücksichtigt bleiben es ist die Schließzeit über nur 15° Drehwinkelgrade ca. 0,002s nach dem Laden.Wenn die beiden Verdichterflügel 30° vor dem oberen und unteren Wendepunkt angekommen, beginnt 30° nach dem oberen und unteren Wendepunkt die Ladung In die Arbeitszelle wird das Gemisch zum Starten mit Unterstützung von Doppelt-Zündkerzen gezündet.

                                                                                M

48g Magermotor
Der Magermotor ist ein noch immer offenes verbrennungstechnisches Problem, das auf eine Lösung wartet.
Der Eintaktmotor als ein Vielstoff – Motor ist dieser Lösung sehr nahe, denn durch die Heißzelle den glühenden Zylinderraum kann man eine hohe Verdichtung umgehen und trotzdem die Zünd und Verbrennungseigenschaften von Magergemisch verbessern. Das ist dadurch begründet, denn diesmal wird die Luft dem Kraftstoff zudosiert und nicht wie beim Ottomotor der Kraftstoff einer unveränderlichen Luftmenge.(Hub)

48ga 
Moment- Heißgaserzeugung (oder Dampferzeugung)
Ist eine wirtschaftliche und effektive Erzeugung von Heißluft oder Heißgas oder Dampf im geschlossenen Kreislauf zum Beispiel im Eintakt- Heißgasmotor oder Dampfmotor.
Der <Rekubrenner>  wird verrippt und erhitzt die aus dem Kühler kommenden abgekühlten Gase. Momentane impulsmäßige Verweilzeiten gewährleisten eine zuverlässige Aufladung der Gase mit Wärme. Die Impulse für die Erhitzung werden durch die Ladeimpulse des Motors bestimmt.

Der zusätzliche Vorteil : Es entsteht eine Saugwirkung an der Rückseite des Drehkolbens zum Kühler hin. Der Arbeitsgewinn kann je nach Temperatur erheblich sein.

Die Moment- Dampferzeugung   Versteht sich analog zur Heißgaserzeugung durch einen REKU-Brenner. Der kondensierte Wasserdampf (das Wasser) wird in Impulsen des Eintakt- Heißdampfmotors Typ D-A-D durch einen Injektor eingespritzt und am Brenner verdampft. Es können so sehr hohe Drücke bis 80 bar gefahrlos erzeugt werden. Ein Speicher für den Dampf wird nicht benötigt.

                                                                         N

49g  
Nageln Klingeln Klopfen
Klopfen nennt man das vorzeitige, ungewollte Explodieren von Kraftstoffgemisch kurz vor- oder nach dem Totpunkt bei Ottomotoren. Klopfen erzeugt keine Arbeit und senkt die Lebensdauer eines Motors. zerstören  Es sind Explosionen die nur Wärme aber keine Arbeit erzeugen. (Sekundärexplosionen)                                                                                                                                Beim Eintaktmotor verwischen sich derartige Explosionen in gewollte Explosionen (Primärexplosionen) weil die Tendenz nach spät vorhanden ist. Es sind im letzten Falle kleinste Gemischportionen die explodieren und expandieren, sofort in Arbeit umgesetzt werden. Also streng gesehen wird das unbeliebte Klopfen angestrebt und  als Vorteil angesehen.

50g  
NOx Verminderung
Stickoxide sind giftige Reaktionsprodukte von Luftstickstoff mit dem Sauerstoff der Luft. Eine Verkürzung der Reaktionszeit kommt der Verringerung von NOx in den Abgasen gleich. Deshalb wirken sich kurzeitigen Explosionen bei der Eintaktverbrennung durch kurze Reaktionszeiten günstig aus und wirken der NOx- Bildung entgegen. NOx – fördernd wirkt sich aus: Hohe Temperatur hoher Druck, und lange Verweilzeit. Diesen Parametern wirkt die Eintakt- Explosionsverbrennung entgegen.

 

                                                                          O

50.1
Ottomotor
im Zusammenhang mit dem Eintaktmotor ist ein Viertaktmotor gemeint

                                                                          

51g 
Passungsausgleich
ist ein für den Eintaktmotor gültiger Begriff, der die Vergrößerung entstehender Spalte zwischen den Drehkörpern und Zylinderwand automatisch durch die Belagbildung ausgleicht und dadurch eine Schmierung überflüssig macht. Ein optimal kleiner Spalt in der Größe des Lagerspiels bleibt so bei jeder Temperatur gesichert.

52g 
Platzpatronenprinzip
ist eine anschauliche Bezeichnung für die Explosionsverbrennung im Eintaktmotor. An der Explosion kleinster Sprengstoffmengen in einem großen Explosionsraum, kann man durch allmähliches  Verkleinern des großen Explosionsraumes, den Explosionsdruck so einstellen, daß er ohne Schaden in Arbeit umgesetzt wird. Voraussetzung dazu ist ein totpunktfreier Motor zur Verfügung steht. Siehe dazu Pufferenergie.

53g   
Polytrop
nennt man eine thermische Zustandsgröße im Eintaktdiagramm bei der sich Druck, Volumen und die Temperatur gleichzeitig proportional verändert Besonders tritt dies beim isochoren Auspuffvorgang in Erscheinung, weil die Abgase nach Arbeitsabgabe unter hohem Druck, schlagartig abkühlen. Je nach Drehzahl und Expansionsstrecke kann man diesen den isochoren Vorgang anpassen.

54g
Primärexplosion
nennt man bei einer motorischen Explosion die Explosion, die unbehindert möglichst mit wenig Wärmeverlust schon während dem Explosionsvorgang in Arbeit umgesetzt wird. Dabei ist es gleich ob dieser Explosionsvorgang atmosphärisch
niedrig verdichtet, oder hochverdichtet erfolgt.Die Explosion kann durchaus bis zu 500m/s annehmen, hat aber nach der Pufferung einen gleichmäßigen Charakter und kann so Arbeit leisten.
Das Gegenteil zu dieser Explosion ist, die
<Sekundärexplosion> das Klopfen, bei der keine Ausweichmöglichkeit am OT besteht und der dabei erzeugte Wärme- und damit Drucküberschuß über die Zylinderkopfkühlung abgeführt wird.

55g 
Problemerkennung
ist eine Methode versteckte Funktionszusammenhänge an einem überzogenen Beispiel zu erklären. Z.B. Explosionen an Detonationen, Wirkungsgrade an 100% Kreisprozessen Explosionen am Platzpatronenprinzip usw.

56g 
Pufferungsenergie
Ist der scheinbare Energieverlust bei der gepufferten Eintaktexplosion. Nach dem Platzpatronenprinzip gepuffert scheint die weggepufferte  Wärmemenge verloren zu sein. Bei der gepufferten Eintaktexplosion geht auch in diesem Falle keine Wärme bzw, Druck verloren, weil alles im voll Wärmeisolierten glühendem  Pufferraum erfolgt. Die so abgesenkte Temperatur bzw. der gesenkte Druck wird über eine vergrößerte Expansionsstrecke voll genutzt.

                                                                       R

56.1g
Rekuperator
ein Wärmetauscher der beim isolierten Eintaktmotor die Abgase abkühlt und die verdichtete Verbennungsluft oder Gemich vorwärmt, um die Explosionsverbrennung zu beschleunigen so dass die Drehzahl erhöht werden kann.

56.1g 
Regenerator
ein Wärmespeicher der beim konventionellen Stirlingmotor die Wärmeaufnahme und Wärmeabgabe ermöglicht und im Eintakt-Heißgasmotor durch einen Wärmetauscher mit Regenerativen Eigenschaften ersetzt wird.
Die Zeit zwischen Wärmeaufnahme und Abgabe wird Eingespart.

                                                                        S

57g   Scheinlösungen
verschleiern bei Verbrennungskraftmaschinen die wahren Probleme und verdecken fehlende Alternativen.
Mit wirklichen Wirkungsgradverbesserungen haben Scheinlösungen nichts gemeinsam. Ein Beispiel ist der Einsatz des Katalysators, der praktisch ein Reaktions-Nachverbrenner ist, der bei hohen Motordrehzahlen die unverbrannten Restgasen HC und CO unschädlich machen soll. Oder eine andere Scheinlösung beim Dieselmotor den unverbrannten Ruß durch das Rußfilter zu entsorgen, statt in Arbeit umzusetzen.

58g  Schwungrad
ist ein Rad mit schwerer Masse, welches bei Hubkolbenmaschinen zur Überwindung der Totpunkte dient. Beim Eintaktmotor kann auf ein Schwungrad wegen der fehlenden Totpunkte verzichtet werden. Die Impulsfrequenz liegt ggf. bei 50 Hz zwei- oder vierpolig am Umfang, vergleichbar mit einem Drehstrommotor

59g
Segmentzylinder
ist ein kreisbogenförmiger Zylinderraum, der es ermöglicht, dass ein dazugehöriger Flügelkolben diesen Zylinderraum pro Umdrehung doppelt nutzt und so die Hubraumleistung verdoppelt. Beim dreiflügligen Drehkolben verdreifacht.
Ein einflügliger Drehkolben Durcheilt als Hub und Expansion von 360° 115° was eine optimale und damit effektive Expansion sichert.

60g
Sekundärexplosion.
Ist eine Explosion bei verhinderter Expansion, in einem geschlossenem Raum. Temperatur und Druck steigen ab einer Initialzündung über die Verbrennung so stark an, bis es zu der genannten Explosion kommt.
diese Explosion wird, da keine Arbeit geleistet wird, zurückgekühlt damit Kolben und Lager nicht  geschädigt werden. Klopfen oder Nageln nennt man diese Erscheinungen. Das Gegenteil ist die Primärverbrennung.

61g
Selbstreinigung
ist eine wertvolle Eigenschaft des Eintaktmotors, bei der durch die unterschiedlichen Umfanggeschwindigkeiten zwischen Flügelkolbennabe und Sperrwalze und den kämmenden Ausnehmungen zustandekommt. Die Selbstreinigung ist die Voraussetzung, dass praktisch   Verschleißfreiheit zustande kommen kann.

62g
Sperrwalzen
gehören zu den Drehelementen im Eintaktmotor und haben eine Mehrfachfunktion. Sie übernehmen bei niedrigen Drehzahlen die Drehschieber-Ventilfunktion, ermöglichen den Wendepunkt, sperren den Explosionsraum so, dass sich jede Explosion in Drehrichtung abstützt. Der Kraftstoff wird auf die Sperrwalzen im Verdichter eingespritzt vorgewärmt und durch Vernebeln homogenisiert.
Der Durchmesser ist größer wie die Drehkolbennabe und ist so durch unterschiedlichen Umfanggeschwindigkeiten für die Selbstreinigung des Brennraumes verantwortlich. Je nach Gewicht  wirken die Sperrwalzen als Schwungmasse.

                                                                            T

63g
Turbinen
sind Strömungsmaschinen, die als Wasser Dampf- und Gasturbine bekannt sind.
Die Eintaktradialturbine hat die Bezeichnung übernommen, denn die Explosionsimpulse kommen einer kontinuierlichen Strömung gleich und erzeugen auch bei niedriger Drehzahl eine hohe Leistung bei optimalem  Wirkungsgrad.
Das gehört mit  zum Merkmal des Eintaktmotors.

64g
T -s Diagramm

Siehe Entropie

65g
Überschalladung

Nennt man die Eintakt- Brennraumladung mit mehr als 300 m/s, möglichst durch zwei gegenüberliegende Ladebohrungen, die unter 5 bar Druck das Gemisch bereithalten. Ein Zusammenprallen und Homogenisieren von zwei Gemischsäulen wird ein Zünden im heißen Zylinderraum bei niedrigem Druck ermöglicht.

66g
Überschallzündung
ist eine Zündmöglichkeit für ein gut homogenisiertes Dieselöl - Luftgemisch um dieses bei niedrigem Druck von ca. 5bar, statt mit 50bar zünden zu können. Bei einer Ladung, bei der die zu ladenden Gemischportionen mit Schallgeschwindigkeit aufeinandertreffen kann bereits die Verwirbelung zünden.(Molekularreibung). Eine Zündhilfe durch Zündkerzen ist vorgesehen, die in Verbindung mit der heißen Zylinderwand eine zuverlässige Zündung ergeben.

67g
Vakuumisolierung
ist eine optimale Wärmeisolierung nach Art der Thermosflasche  Die neue Anwendung wurde durch den voll wärmeisolierten Eintakt Verbrennungsmotor den WIM- Motor aktuell.
Man versteht darunter eine  Wärmeisolierung durch einen doppelwandigen Edelstahlkörper der die innen möglichst verspiegelt ist, und während des Motorlaufs ständig evakuiert wird.

68g
Verbrennungszeitverlängerung
gehört zu den ungelösten Problemen bei Verbrennungsmotoren, weil die Verbrennungszeit die Hubzeit ist, gleich einer halben Umdrehung, daher an die Drehzahl gebunden ist.In dieser Zeit soll eine bestimmte Menge Kraftstoffgemisch stöchiometrisch einwandfrei verbrennen.
Beim Otto- oder Dieselmotor hat diese Zeit noch niemals ausgereicht um die auf die Luftmenge bezogene Kraftstoffmenge sauber zu verbrennen. der halben Umdrehung nicht aus, und ist weil drehzahlabhängig nicht zu verlängern.
Die Eintakt- Explosionsverbrennung macht eine Verlängerung auf indirektem Wege möglich. Es wird die halbe Viertakt Kraftstoffmenge  in acht Teile geteilt und in der Zeit von zwei Viertaktumdrehungen 8 Mal Explosionsverbrannt mit übergangsloser Expansion. Dies entspricht dann einer Verbrennungszeitverlängerung ohne Leistungseinbuße und einer Verdoppelung vom Wirkungsgrad. Das ist nur beim Eintaktgaswechsel möglich.

69g
Verdichtungsdruck
entsteht durch Verkleinerung eines Zylindervolumens, hat aber niemals mehr Sauerstoff zum Verbrennen gespeichert wie das Hubvolumen hergibt. Der Sauerstoffanteil bleibt - ob die geschöpfte Frischluft hoch- oder niedrig verdichtet ist, gleich. Der Verdichtungsdruck benötigt einen großen Teil der Motorleistung und ist deshalb beim Eintaktmotor auf 2 – 5 bar begrenzt. Die Zündwilligkeit wird durch andere Maßnahmen, wie mechanische Aufbereitung, Erwärmung, mit Überschall zusammenprallende Ladung,  glühend- heiße Zylinderwände, kleine Gemischmengen  und jeweils zwei Hochleistungszündkerzen pro Zylinder gesichert.

70g
Verdichtung extern
Durch externe Verdichtung wird die Verdichtung im Motor eingespart, so dass die gespeicherte Druckluft auf Abruf zur Verfügung steht. Ein Vorgang der nur mit dem Eintaktmotor realisierbar ist.
Die externe Verdichtung wird dann zum Energiespeicher, wobei  die Speicherkapazität dem Verdichtungsaufwand im Motor entspricht.
Diese eingesparte  Verdichtungsenergie des Motors wird über die gespeicherte Druckluftenergie durch einen voll wärmeisolierten Eintaktmotor als Arbeit oder als Strom zurückgeholt.

71g
Wendepunkte
Wendepunkte ersetzen die Totpunkte. Es ist eine Besonderheit des Eintaktmotors. Ohne Totpunkte ergeben sich weniger Nachteile wie die Klopfgefahr, die Kolbenstillsand und Beschleunigung usw..
Die Wendepunkte erlauben eine gleichmäßig rotierende Bewegung  der Kolben, durch Doppelnutzung der Zylinder, wird das Hubvolumen  verdoppelt, die Kaltwände verkleinert. Die Explosionsimpulse werden in Drehrichtung gedämpft. Der Motor kommt im Verhalten einwm Verbrennungsmotor gleich.
An den Wendepunkten wird der Drehkolben vier Mal pro Umdr.in Drehrichtung beschleunigt.

72g
Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad ist das Maß der Ausnutzung  von zugeführter Energie zur erzeugten Arbeit.Es soll die Effizienz und damit eine objektive Beurteilung einer Verbrennungskraftmaschine ermöglichen. Beim Kolbenmotor sind es nach dem Lehrbuch  28 - 33% der als Bestwirkungsgrad bezeichnet wird. Beim Eintaktmotor 60 - 75% und beim voll wärmeisolierten Motor sogar 80%.
Die Wirkungsgradangabe sollte immer effektiv sein d.h. unter 10% Belastung am Prüfstand erfolgen. Eine solche  Leistungsangabe macht alle anderen Angaben, -  wie Drehmoment, Kraftstoffverbrauch und Emissionen usw. überflüssig.
Siehe: Erklärungsnotstand

72.1g
Zündnester

Sind weißglühende Stellen im Eintakt-Brennraum, die aus poröser Keramik, Metallschwamm, oder einfach aus Abbrandschlacken bestehen. Diese können im Zylinder oder am Drehkolben vorgesehen werden

73g
Die Zündsteuerung.
wird beim Ottomotor durch eine aufwendige elektronische Technik ständig "verbessert", soll aber durch den Eintaktmotor vereinfacht werden.
Der Einströmzeitpunkt ist unveränderlich und gleichzeitig Zündzeitpunkt. der keiner Korrektur bedarf. (Wartungsfreundlich !) Die Zündung erfolgt nach dem Überschall - Zusammenprall der Gemischsäulen im homogenisierten Gemisch und wird durch Doppel- Zündkerzen unterstützt.
Diese Vereinfachung soll einer immer  komplizierter werdenden  Motorsteuerung entgegenwirken.

74g
Zündung (bei niedriger Verdichtung) siehe 69g

Auch bei einer Oberflächentemperatur von 500°C (Dunkelrotglut) des Zylinderinnenraums ist eine zuverlässige Zündung nur selten möglich. Deshalb ist es erst recht nicht möglich bei niedriger Verdichtung ohne Hilfe zuverlässig zu Zünden.
Ein zuverlässiges Zünden wird trotz der fehlenden hohen Verdichtung dadurch erreicht, indem die Zündung durch die nachfolgenden Maßnahmen unterstützt wird:. •Hohe Wandtemperaturen, •  Zusammenprall der Ladung • durch vorgewärmte Gemischportionen, • katalytische Glutnester, • und durch energiereiche Zündfunken (Siehe Doppelzündkerzen). Alles Maßnahmen die wichtig sind, zumal sie ein Teil der Magermotor realisierung sind.

75g
Zündverzögerung

ist die Reaktionsverzögerung bei der Gemischzündung, die von der Gemischbildung und Zündwilligkeit abhängig ist. Die geringste Zündverzögerung erzielt man wenn ein angewärmtes, homogenisiertes und stöchiometrisch eingestelltes Dieselölgemisch unter Druck und in einer Überschallturbulenz gezündet wird, wie es optimal im Eintaktmotor praktiziert wird. Die Eintakt- Zündverzögerung von ca. 1/1000 s  ist ggf. zum Schließen der Ladekanäle nötig.

76g
Zwischenspeicher
ist ein Vorratsraum zwischen Verdichter und Motorzelle, für das Gemisch, das unter 4 bis 6bar Druck bis zum Ladevorgang bereitgehalten wird. Der Zwischenspeicher wird über ein Blattfederventil geladen und hält die Gemischportion ladebereit.

77g
Zylinder- Doppelnutzung

bewirkt eine optimale Hubvolumenausnutzung, so daß aus 2x 100cm² realem Hubvolumen, 800cm³ werden und auf diese Weise die Hubraumleistung vervielfachen.
Ein derartig hoher Wert erscheint zu den gewohnten Wirkungsgraden abstrakt. Spricht man von einem Idealprozeß von 100% zu sprechen, aber zwischen 5% und 100% ist noch ein großer Spielraum für Verbesserungen.
Bei der Viertaktverbrennung ist die "langsame" Flammfront, erst im Auspuff, im Turbolader beendet und trägt nur wenig zur Wirkungsgradverbesserung bei.

78g
Zylinderwandtemperatur
Auswirkungen der Zylinderwand- und Auspufftemperatur auf den
Wirkungsgrad.
Eine Übersicht über die Auswirkungen:

Explosionstemperatur 1000°C (T2)
Zylinderwandtemperaturen von 20°C bis 800°C (T4)
Abgastemperaturen 700° C und 350°C (T3)
Verdichtungstemperatur 120°C (T1)

Wirkungsgrad         %           %

293 K        20°C       0,22       0,31

354 K        80°C       0,29       0,69

373 K      100°C       0,31        0,71

423 K      150°C       0,37        0,77

473 K      200°C       0,43       0,82

523 K      250°C       0,48       0,88

573 K      300°C      0,54        0,94

773 K     500°C       0,77        1,00

873 K     600°C      0,88 X

973 K     700°C      1,00 X

1073 K   800°C           X X